Unsere Projekte

Die kurzen Projektvorstellungen erläutern, woran ATUS in jüngster Zeit gearbeitet hat. Vielleicht steht hier als nächstes Ihr neues Projekt?

Im Kreis Pinneberg lagern auf einer Freifläche in der Nachbarschaft zu Gebäuden seit etwa 20 Jahren eine große Menge Altreifen und andere Gummiabfälle. Die ehemalige Betreiber-GmbH ist insolvent. Brandgassen sind nicht vorhanden. Die Brandlast ist erheblich, so dass zumindest eine Teilräumung erfolgen muss. Zuständige Genehmigungs- und Überwachungsbehörde ist das LLUR, wobei das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) für die Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen zuständig ist. Um eine ausreichende Informationsgrundlage für die vom MELUND zu treffenden Entscheidungen zu schaffen, wurde die ATUS GmbH vom MELUND beauftragt, folgende Fragen zu klären:

• Welche Menge und welche Abfälle lagern in Groß Offenseth?
• Welche Entsorgungswege stehen für diese Abfälle zur Verfügung?
• Mit welchen Kosten ist für die Herstellung von Brandabschnitten bzw. eine Gesamträumung jeweils in etwa zu rechnen?

Um die zu entsorgenden Mengen quantifizieren zu können, wurde eine Drohnenüberfliegung durchgeführt. Die Ermittlung von Entsorgungsalternativen erfolgte durch Befragung von deutschen und europäischen Entsorgungs- und Verwertungsunternehmen.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Ammerland betreibt die mechanische Abfallvorbehandlungsanlage (MA Mansie) auf dem Gelände der Zentraldeponie Mansie in der Stadtgemeinde Westerstede. Da die maschinen- und elektrotechnische Ausrüstung der MA Mansie in absehbarer Zeit das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben wird, plant der AG ihren Ersatz durch eine neue und moderne Behandlungsanlage. ATUS wurde mit der Ausschreibung der notwendigen Demontage, Montage und Lieferleistungen beauftragt.

In 2019 haben wir für eine Reihe von örE die Verhandlungen zur Neufassung der Abstimmungsvereinbarung, die Regelung der PPK-Mitbenutzung und zur LVP-Erfassung durchgeführt, näheres hier. Darunter waren auch einige Rahmenvorgaben…
Bei fünf Landkreisen sind die Verhandlungen abgeschlossen, bei einigen mehr auf einem guten Weg. Aber in einigen Fällen wird es schwierig.

Der Landkreis Verden hat die Entsorgung der Restabfälle ab dem 01.01.2021 neu vergeben. Der Transport der Restabfälle soll mit der Bahn erfolgen. Hierzu werden die Abfälle in einer bestehenden Müllumladestation in Container verpresst und dann auf die Bahn umgeladen. Wir sind mit der Ausschreibung folgender Leistungen beauftragt worden: Lieferung von Containern,  Hin- und Rücktransport per Bahn und das Containerhandling auf der Entsorgungsanlage. Nach Aufhebung des offenen Verfahrens sind wir jetzt im Verhandlungsverfahren.

Die Hamburg Port Authority (HPA) ist u.a. für die Sicherstellung der notwendigen Wassertiefen im Bereich des Hamburger Hafens sowie in der Norder- und der Süderelbe zuständig. Das bei den hierfür erforderlichen Baggerungen anfallende Baggergut wird teilweise auf eigenen Deponien abgelagert, der größere Anteil (1,5 Mio. t TS/a) wird derzeit an einer Stelle im schleswig-holsteinischen Mündungsgebiet der Elbe verbracht. Für die Zeit nach Ende dieser befristeten Unterbringungsmöglichkeit plant die HPA, einen entsprechenden Teil des anfallenden Baggerguts in die Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) der Nordsee zu verbringen. Diese Umlagerung in die AWZ bedarf einer Genehmigung des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Im Genehmigungsantrag müssen landseitige Alternativen gemäß des Hohe See Einbringungsgesetzes (HoheSeeEinbrG) geprüft und bewertet werden. Vor diesem Hintergrund hat die Hamburg Port Authority die ATUS GmbH mit der Erstellung eines Gutachtens zu den Alternativen zur wasserseitigen Verbringung beauftragt.

Der Landkreis Wittmund ist u. A. für die Abfallentsorgung auf der ostfriesischen Insel Langeoog zuständig. Dort gibt es eine Umschlaganlage, in der die Abfälle in Container umgeladen werden, die Container werden anschließend per Schiff zur landseitigen Entsorgung verbracht. Die bestehende Umschlaganlage genügt in mehrfacher Hinsicht nicht mehr den heutigen Anforderungen. ATUS wurde beauftragt, im Rahmen der Erstellung des Abfallwirtschaftskonzeptes eine Machbarkeitsstudie für den zukünftigen Abfallumschlag anzufertigen.

Die Abfallwirtschaft Schleswig-Flensburg GmbH (ASF) lässt durch Dritte Restabfälle, Bioabfälle und PPK im Holsystem erfassen. Die Behälter für alle drei Fraktionen sollen vollständig mit Transponderchips ausgestattet werden. Dieser Vorgang des Nachchippens einschließlich aller dazugehörigen Datenhaltungs- und übermittlungsarbeiten, der Information der Öffentlichkeit usw. ist Gegenstand einer Ausschreibung, mit deren Durchführung ATUS beauftragt wurde.

Eine vergleichbare Ausschreibung führen wir derzeit für den Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Emsland durch, der seine PPK-Behälter nachträglich mit Transponderchips ausstatten lassen will. Dort ist zudem die Abfuhr der PPK in 240 l und 1.100 l Behälter Gegenstand der Ausschreibung.

Der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) hat mit der Verwertung der getrennt erfassten Papiere, Pappen und Kartonagen (PPK) Dritte beauftragt. Für die Konzeption der künftigen  Ausschreibung will aha von ATUS klären lassen, welche Erlöse zu erwarten sind, wenn ein Teil der Umschlagleistungen nicht von den Verwertern zu erbringen sind, sondern von aha durchgeführt werden. Weiterhin soll geklärt werden, welche Auswirkungen auf die Erlöse die PPK-Sammlung in Säcken hat, die im Umland noch teilweise erfolgt.

Für die beiden Städte Kiel und Salzgitter schreiben wir derzeit die Bioabfallentsorgung aus. Bei der Ausschreibung für die Landeshauptstadt Kiel ist zwingend eine Vergärung der Bioabfälle mit energetischer Verwertung der Gärgase vorzusehen, für Salzgitter ist die Ausschreibung systemoffen gestaltet.

Der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) betreibt verschiedene Entsorgungsanlagen. Am Standort Hannover-Lahe wird mittels Blockheizkraftwerken das Methangas aus der Deponie sowie das Biogas aus der mechanisch-biologischen Restabfallaufbereitung energetisch verwertet. Die entstehende Wärme wird teilweise in Latentwärmespeicher in Containerform eingebracht. Die Container werden per LKW in ein Schulzentrum transportiert. Dort wird die Wärme in die Heizung der Schule eingespeist. ATUS wurde mit der Ausschreibung der Lieferung neuer Wärmespeicher beauftragt, wobei die vorhandenen Fahrgestelle für die Container weiterhin genutzt werden sollen.